


Leben nach dem Minimalprinzip
Hören Sie auf, sich zu reduzieren
In vielen Erfolgs- und Geldratgebern werden Sie als Erstes dazu aufgefordert, Listen zu erstellen, wie hoch Ihre Einnahmen und Ausgaben sind und welche Kosten Sie monatlich einsparen können. Diese Ausrichtung möchte ich gern als Leben nach dem Minimalprinzip bezeichnen. An Ihren Fixkosten werden Sie wenig verändern können, es sei denn, Sie nehmen sich eine kleinere Wohnung oder verkaufen Ihr Haus. Bei den variablen Kosten können Sie sicherlich mit einem ganz dicken Rotstift bis zu 20 Prozent der Ausgaben einsparen. Damit verschlechtern Sie nicht nur Ihren Lebensstil, sondern konditionieren sich auf Reduzierungen. Sind Sie verschuldet, könnten Sie die eingesparten Summen zwar zur Tilgung von Verbindlichkeiten einsetzen, aber Sie müssen aufpassen, dass das Minimalprinzip nicht dazu führt, sich mit den Gegebenheiten der Armut abzufinden.
Das Prinzip mag zeitweise anwendbar sein, wenn die Notbremse gezogen werden muss, aber Sie müssen so schnell es geht nach einer Idee suchen, um mehr Geld zu verdienen. Geldmangel, Verzicht und Reduzierung werden Ihnen sonst auf das Gemüt schlagen und zu einer „Anti-Millionärseinstellung“ führen. Stellen Sie sich vor, Ihre Einnahmen betragen 1.800 €uro im Monat, die Gesamtkosten liegen bei 1.500 €uro. Nur 750 €uro davon sind variable Kosten, wovon Sie 20 Prozent einsparen könnten. Das macht exakt eine Ersparnis von 150 €uro im Monat aus, mehr nicht. Dafür laufen Sie den ganzen Tag durch das Haus und stellen die Heizkörper runter, kaufen nur noch billige Kleidung, essen nur noch Lebensmittel, die im Angebot sind und sparen sich somit im wahrsten Sinne des Wortes alles vom Mund ab. Haben Sie sich so Ihr Leben vorgestellt?
Woran erkennen Sie ein Leben nach dem Minimalprinzip:
Tipp: Eröffnen Sie sofort ein neues Guthabenkonto und verkaufen Sie alles, was Sie nicht benötigen, damit Sie Bargeldrücklagen bilden, um handlungsfähig zu sein, wenn sich eine geschäftliche Chance bietet.
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