VERLAGSBRANCHE

 

König der Horror-Autoren


Die ungewöhnliche Karriere des 62-jährigen US-Schriftstellers Stephen King begann in den 70er Jahren in einem gemieteten Wohnwagen. Nach einer Reise durch die Welt der Drogen und des Alkohols landete er glücklicherweise wieder auf dem Boden der Realität, um fiktive Geschichten zu schreiben.

 

Mit mehr als 400 Millionen verkauften Büchern gilt Stephen King als einer der erfolgreichsten Autoren aller Zeiten. In über 40 Romanen und mehr als 100 Kurzgeschichten schockt King seine Leser mit Grauen, das sich hinter dem alltäglichen Leben von Durchschnittsmenschen verbirgt. In seinen Horrorgeschichten bricht dieses Grauen in die scheinbar heile Welt ein. Kings Überträger solcher Gruselbotschaften sind meist Clowns, simple Ladenbesitzer oder Ordnungshüter, denen man auf den ersten Blick nicht ankennt, das bald das Böse aus ihnen herausbrechen wird. Manchmal wohnt Stephen Kings Horror auch in Autos oder Rasenmähern.

 

Erfolg begann im Wohnwagen

Der 1974 erschienene und zwei Jahre später verfilmte Roman „Carrie – Des Satans jüngste Tochter“, den King in einem gemieteten Wohnwagen schrieb, war der Startschuss für seinen kommerziellen Erfolg. Dabei warf King das noch unfertige Manuskript aus mangelnder Überzeugung in den Mülleimer. Seine Frau fischte es heraus und überredete ihren Mann, das Buch fertigzustellen. Zum Glück. King, der als Gitarrist zu einer nach wie vor auftretenden Rockband gehört, die ausschließlich aus Schriftstellern besteht, veröffentlichte auch einige Werke unter verschiedenen Pseudonymen wie Richard Bachman oder John Swithen. Zu Kings bekanntesten Büchern gehören „Shining“ (verfilmt mit Jack Nicholson), „Es“, „Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers“, „Friedhof der Kuscheltiere“, „Der Rasenmähermann“ und „The Green Mile“.

 

Vom Alkoholiker zurück ins Rampenlicht
Vom ersten großen Erfolg verwöhnt, schlitterte der Autor ab Mitte der 80er Jahre in die Alkoholsucht und griff auch kräftig in die Kokaindose. Mit Hilfe seiner Frau Tabitha und einer Therapie schaffte er den Weg zurück ins schriftstellerische Rampenlicht. 1991 brach allerdings ein Fan in sein Haus in Maine ein und acht Jahre später wurde Stephen King  beim Spazierengehen am Straßenrand vom Auto eines betrunkenen Lenkers erfasst und schwer verletzt. Er lag drei Wochen im Krankenhaus, wurde von einer lokalen Zeitung sogar für tot erklärt. Was folgte, war typisch King. Er verarbeitete das Geschehen in einem Roman („Duddits“), kaufte sich das Unfallauto, das er am Jahrestag seines Unfalls vernichtete. Der Unglücksfahrer Bryan Smith starb übrigens im Jahr 2000 im Alter von 43 Jahren, genau an Kings Geburtstag. Als hätte es der Horror-König selbst inszeniert.

 

King im Internet
Stephen King sorgte auch im Internet für Aufregung, als er im Jahr 2000 seine Kurzgeschichte „Riding the Bullet“ zum Downloaden ins Internet stellte (2004 verfilmt und bei uns unter dem Titel „Achterbahn“ bekannt). Mehr als 700.000 User klickten die Story an. Und Anfang 2009 wurde Kings Kurzgeschichte „Ur“ unter das Publikum gebracht. Allerdings nur als E-Book über Amazon.

 

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